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Kurt Morgenroth (* 1877, † 1950)

... stammt aus Kleinhettstedt

... übernahm das Gut seiner Großeltern in Drößnitz

... wurde 1945 durch die Bodenreform entschädigungslos enteignet und mit seiner Frau sowie den Kindern aus Drößnitz vertrieben und kreisverwiesen


Käthe Morgenroth, geb. Förstemann (* 1898, † 1977)

... stammt aus Nordhausen

... erlernte die Blindenschrift und kümmerte sich bis zu ihrem 24. Lebensjahr um ihren blinden Bruder Martin Günter.

... zog nach dem Lyzeum zu ihrem Mann nach Drößnitz

... beide hatten zwei Kinder

... war als Enteignete später eines der Gerichtsopfer der "Roten Benjamin"


Die Geschichte der Enteignung der Familie Morgenroth



Mein Großvater und ich stellten 2009 einen Antrag auf moralische Rehabilitierung gegen den Kreisverweis aus dem Jahr 1945. Am 04.06.2010 wurden Kurt, Käthe und Hans-Paul Morgenroth - aufgrund der rechtsstaatlichen Maßnahme des Kreisverweises - moralisch rehabilitiert. Ein kleiner Erfolg, fast 65 Jahre nach dem schweren Verfolgungsunrecht an der Familie Morgenroth.

Den Weg für die Anerkennung der rechtsstaatswidrigen Maßnahme bei Kreisverwiesenen ebnete u. a. der Rechtsanwalt Stefan von Raumer in einem Grundsatzrechtsstreit, welcher vor dem Bundesverwaltungsgericht (Aktenzeichen BVerwG 3 C 25.08) geführt und am 10.12.2009 zugunster der Klägerin gewonnen wurde.